Zum Kennenlernen: Erzähle von Dir. Wer bist Du? Was machst Du? Wofür stehst Du?

Huhu – ich bin Nadine und freiberuflich als Home Stagerin, Raumstylistin und Fotografin tätig. Ich bin lebensfroh und neugierig. Ich mag das Leben und die Menschen, die Ordnung und den guten Stil. Außerdem noch guten Kaffee, italienische alte Autos und … (aber ich glaube, das war nicht gefragt oder!?)

Ich inszeniere Immobilien für den schnellen Verkauf, damit sie Bestpreis erzielen, style Privatwohnungen und bringe Ferienimmobilien wieder zum Glänzen. Eigentlich bin ich dafür da, dass alles gut aussieht und sich bestmöglich verkaufen lässt. Das kann ich ganz gut. Und im Marketing bin ich fit. Ich habe schon immer fotografiert. Eigentlich so lange ich denken kann. Deshalb habe ich die Fotografie in mein Portfolio mit aufgenommen. Ich liebe es sowohl Menschen als auch Immobilien ins perfekte Licht zu rücken. Das macht mir unwahrscheinlich Freude und Spaß. Das treibt mich an! Da kommt meine Detailverliebtheit dann wieder zum Vorschein. Ich mag es die Feinheiten rauszukitzeln. Und wenn ich dann noch ein „WOW“ von meinen Kunden bekomme und sehe, wie glücklich diese sind – dann gibt es eigentlich nichts Schöneres!

Seit wann bist Du selbständig und was war der Auslöser Dich selbständig zu machen?

Mit dem Gedanken habe ich eigentlich schon so lange gespielt. Dann war da aber der sichere Job und die vielen anderen Gründe (auch die Angst!) es nicht zu tun. Nach der Babypause (und der Zeit zum Nachdenken) kam dann endlich das Go. Der absolute Mutausbruch, würde ich sagen.

Was liebst Du daran, Deine eigene Chefin zu sein?

Ich liebe eigentlich alles daran. Ich komm mit mir und meinen Anforderungen an mein Business sehr gut klar. Ich brauche keinen Antrieb von außen. Ich bin gut organisiert und ein „Schafferle“ – wie man das so nett im Schwäbischen sagt.

Was ist (gerade) Deine größte Herausforderung?

Trotz allem Organisationsgeschick – die Zeit, die Zeit, die Zeit … Aber ich habe auch hier gelernt … „Ich bin die Quelle meiner Zeit und ich darf meine Prioritäten setzen“.

Wie motivierst Du Dich, wenn es mal nicht so gut läuft?

Ich lasse die Traurigkeit und das „darüber deprimiert sein“ auch mal zu. Suhle mich für 1-2 Minuten darin. Und dann lege ich die neue Platte auf. Besinne mich auf meine Stärken und mein Können. Und sage mir „Nadine – es haben schon andere vor Dir geschafft“. Ich bin ja nicht in die Selbstständigkeit gegangen um mich selbst zu bejammern. Ich will was erreichen und Menschen mit meiner Dienstleistung unterstützen. Ich hab sozusagen einen Auftrag zu erfüllen, da sitzt man nicht ewig heulend in der Ecke rum.

Wie können wir uns einen „perfekten“ (Arbeits)Tag von Dir vorstellen? Und wie sieht die Realität aus?

Der perfekte Arbeitstag sieht so aus, dass ich einen Plan habe was zu tun ist und dass die Zusammenarbeit mit externen Partner super läuft und es Spaß macht. Ich stehe früh auf, komm mit einer Tasse Tee oder einem Espresso kurz zu mir, meditiere, freue mich am Sonnenschein, der durchs Fenster blitzt … Wenn man es so liest, hört es sich vielleicht komisch an. Aber es ist wirklich so: Dankbarkeit für die kleinen Dinge im Leben hat einen großen Stellenwert bei mir.

Ich checke die ersten Mails und arbeite 1-2 Punkte meiner To-Do-Liste ab und dann wecke ich meine kleine Tochter, wir frühstücken, dann geht es in den Kindergarten. Ich verbringe den Vormittag/Tag im Büro oder bin bei einem Termin, im Objekt oder beim Kunden … alles hat schon irgendwie Struktur, sonst kommst Du nicht gleichmäßig durch die Bahn.

Ich komme dem Plan mit der Realität schon sehr nahe. Was nicht bedeutet, dass es auch mal chaotisch oder hektisch bei mir/uns wird. Wir sind alle keine Roboter und auch Störungen dürfen mal sein.

Gibt es Werte in Deinem (Business-)Leben, nach denen Du alles ausrichtest? Wenn ja, nach welchen Werten lebst Du und kannst Du uns ein Beispiel nennen, wie das in der Praxis aussieht?

Ich glaube, dass eine grundsätzliche Wertschätzung eine große Rolle spielt. Ich ziehe Menschen und Geschäftspartner in mein Leben, mit denen es Freude macht zu arbeiten. Menschen, die meine Arbeit zu schätzen wissen. Dabei gebe ich die Wertschätzung auch gerne weiter. Auch finanziell. Ich mag Ehrlichkeit und einen feinen Umgang miteinander. Ich möchte der Umwelt was zurückgeben und mich mehr für den Tierschutz engagieren. Ich setze bei einem Staging lieber mal ein Fake-Fur ein und stelle mich gegen Federkissen. Ich bin da die Jahre über immer bewusster geworden. Zum Wohl der Tiere. Und ganz ehrlich: Es sieht mindestens genauso stylisch aus!

Welchen Rat hättest Du gerne vor Deiner Gründung bekommen?

Puh… vielleicht – dass man sich echt raustrauen darf. Das Sichtbarkeit eine echt dicke Nuss ist, die es zu knacken gilt. Da spielen Glaubenssätze rein wie „Bin ich genug“ oder „Darf ich das“ … Ängste ablegen, Gedankenspiralen durchbrechen und sich stets treu bleiben und zur Marke werden … das sind wohl die wichtigsten Ratschläge, die man geben kann.

Gibt es jemanden, der Dich inspiriert, der/die vielleicht sogar ein Vorbild ist? Warum?

Meine Mama ist ein wirkliches Gestaltungs-Ass und ganz weit vorne auf meiner Vorbilder-Liste. Dann Andrea Bocelli. Ich habe mich mit seiner Vita beschäftigt und er hatte es als blinder Sänger nicht immer einfach. Hat es aber aus der Provinz auf die großen Bühne dieser Welt geschafft. Echt beachtlich. Isabell Marant finde ich cool wegen ihrem eigenen Stil. Dann mag und mochte ich Karl Lagerfeld sehr. Er war eigen – aber so was von eloquent und ideenreich. Er war ein echtes Genie. Und in Paris wollte ich auch schon immer mal leben.

Was sind Deine drei größten Stärken? Was macht Dich einzigartig?

Wahrscheinlich ist es die Liebe zum Detail. Dann bin ich eine echte Dranbleiberin und halte immer Ausschau nach der perfekten Lösung. Und ich lache gerne und bin gerne fröhlich.

Was lernst Du gerade, was Du noch nicht so gut kannst?

Ganz ehrlich: Die Liebe zur Buchhaltung – die darf noch mehr werden.

 

Was ist Dein nächster Schritt? Welches Ziel hast Du Dir gesteckt und hast Du schon einen Plan, wie Du dorthin kommst?

Ich möchte mit meinem Business weiterhin wachsen, tolle Projekte an Land ziehen und Menschen glücklich machen. Wie ich dahin komme? Na mit weiterhin Dranbleiben, Neukunden generieren und das Feuer weitertragen, das so hübsch in mir flackert.

Hast Du ein Buch, das Du im Zusammenhang mit Gründung und Unternehmertum empfehlen kannst? Warum sollten wir es unbedingt lesen?

Ich glaube das der Erfolg ganz klar mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung zusammenhängt. Wir sind erst mal nicht als Unternehmer geboren. Also ich war es nicht – von Beginn an. Für den Mutausbruch empfehle ich das Buch „Why not“ von Lars Amend.

Drei Dinge, die Dir gerade gute Laune machen?

  • Immer „meine Tochter“
  • ein guter Song
  • neue Designmöbel (gerade bestellt!) Juchuuuuu….

Spannende Einblicke in Nadines Arbeitsalltag, Inspirationen und mehr über ihre Arbeit findet ihr unter folgenden Links: